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Linkin Park in München 2008

Am Samstag den 21. Juni war es soweit. Linkin Park machten nach 5 monatiger Abstinenz wieder halt in Deutschland. Diesmal mit im Gepäck kein gewöhnliches Konzert sondern ihr eigenes, in den USA schon etabliertes Festival, Projekt Revolution. Ein Experiment vergleichbar mit dem heißen Festivalwetter, viel Licht, wenig Schatten.

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Um 16:00 Uhr begann die Revolution, am Start The Blackout, The Used, N.E.R.D und Him. Eine wilde Mischung aus lustigen Hip Hop-Gangstern, kiffenden Rock-Altmeistern die ihren Zenit schon längst überschritten haben und Newcomern denen selbiges wohl noch bevorsteht. Eine objektive Beurteilung der verschiedenen Auftritte ersparen wir uns, doch bleibt festzuhalten, dass es N.E.R.D verstanden haben die Menge zu begeistern, nicht zuletzt mit knapp ein Dutzend Zuschauern auf der Bühne und sehr guten Party Vibes alá Seven Nation Army. So sehr Pharrell Williams mit seiner Band überzeugte umso bitterer der Auftritt von Him. Ville Valo wird es wohl noch einmal genossen haben vor knapp 35000 Zuschauern am Joint gezogen zu haben, leider wohl auch einen seiner letzten Züge.

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Wo wir auch schon bei der Zuschauerzahl wären, schätzungsweise verfolgten zwischen 30.000 und 35.000 Zuschauer im Reitstadion Riem nahe München das Festival. Darunter auch der ein oder andere Promi, z.B. Kai Pflaume. Es gab nur noch sehr wenige Tickets auf dem Schwarzmarkt, im freien Verkauf waren diese schon seit knapp 2 Wochen ausverkauft. Die Location selber war in einen Steh- und einen Sitzplatzbereich aufgeteilt, der sich wie in einem altehrwürdigem Amphitheater im Halbkreis um die Bühne zog. Der Vorplatz seitlich hinter der Bühne war angemessen groß und bot verschiedene Leckereien, von chinesischem Gung Bao bis zu gut abgemischten Cocktails.

Wunderbar, wäre da nicht ein kleines logistisches Problem gewesen. Man nehme an man hat 6 Getränkestände mit jeweils (maximal) 3 Mitarbeitern und schenkt somit an ca. 30.000 (10% kannten wohl die Location und hatten ihr eigenes Trinken dabei) Besuchern Wasser und Bier aus, so kann das an einem bis zu 30° C warmen Junitag etwas eng werden. Dieses etwas lässt sich mit der Zahl 45 wohl am besten Umschreiben, denn soviele Minuten musste man Anstehen um dann für 4€ einen Schwupps Wasser (0,3l) zu bekommen. Wenn man bedenkt, dass man in dieser Zeit mindestens genauso viel beim Anstehen ausschwitzt, so schien wohl jeder zum Tode verurteilt gewesen zu sein.

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Als Steigerung dessen standen knapp 4 Toiletten für die weibliche Gattung zur Verfügung.  50m lange Schlangen waren keine Seltenheit um auf das stille Örtchen zu kommen. Böse Zungen behaupten, dass dieser Ort zur Wassergewinnung ausgenutzt wurde. Wer sollte auch noch Wasser lassen wenn man beim Anstehen schon jegliche Flüssigkeit aus dem Körper verloren hat?

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